6 Wochen im Ausland leben und arbeiten, um die kaufmännische EU-Kompetenz zu erlangen

Kennt ihr schon die Zusatzausbildung Kaufmännische EU-Kompetenz der IHK? Hier erfahrt ihr, was das ist und was ihr dafür tun müsst.

Sie hat die kaufmännische EU-Kompetenz

Hallo, mein Name ist Sabrina und ich bin zurzeit im dritten Jahr meiner Ausbildung zur Industriekauffrau. Während der Ausbildung bei keeeper ist es möglich, eine zusätzliche Qualifikation in Zusammenarbeit mit der Berufsschule und der IHK, die sogenannte „EU-Kompetenz“, zu bekommen. Heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen erzählen.

Die Zusatzqualifikation „Kaufmännische EU-Kompetenz“ bietet die Möglichkeit, sich gezielt auf Außenhandelsprozesse im Rahmen der EU vorzubereiten und eine weitere berufliche Qualifizierung zu erlangen. Im Zuge der Globalisierung wird eine berufliche Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Firmenpartnern immer bedeutender.
Nach bestandener Prüfung kann man sich EU-Kaufmann/-frau nennen.

kaufmännische EU-Kompetenz: Um dieses Zertifikat zu erhalten, muss man zusätzliche Prüfungen ablegen:

Im zweiten Ausbildungsjahr handelt es sich um Prüfungen in Englisch, eine schriftliche und eine mündliche. Ihr bekommt zusätzlichen Englischunterricht, um euch auf die Prüfungen vorbereiten zu können.
In der schriftlichen Prüfung gibt es fünf verschiedene Aufgabenbereiche, die zu bewältigen sind. Die Prüfung setzt sich aus einem Geschäftsbrief jeder Art, einer Telefonnotiz, einem Lückentext, einer Hörverstehensübung und einer zu verfassenden E-Mail zusammen.
In der mündlichen Prüfung müssen zwei Themenbereiche gemeistert werden. Dazu gehört zum einen ein Gespräch über die eigene Person, Interessen und andere personenbezogene Fragen. Der zweite Teil besteht aus einem Telefongespräch, dass man aus einem anderen Raum heraus mit den Prüfern in englischer Sprache halten muss.
Zum Ende des dritten Lehrjahres hatte ich dann noch eine schriftliche und eine mündliche Prüfung über die Themen Außenhandel und Außenwirtschaft. Um euch darauf vorzubereiten, habt ihr ab dem zweiten Lehrjahr drei Stunden zusätzlichen Unterricht.
Mehr erfahrt über die Prüfungen erfahrt ihr hier.

Berufliche Erfahrungen im Ausland sammeln

Das Highlight dieser Zusatzqualifikation ist aber natürlich, dass wir für 6 Wochen ins Ausland dürfen. Ich habe mein Praktikum an unserem Tochterunternehmen in Polen absolviert. In der Zeit habe ich mich mit den polnischen Kollegen in englischer Sprache verständigt. Ich wurde während meiner Zeit dort im Produktmanagement und Marketing eingesetzt. Das war sehr interessant, da in Bydgoszcz die Kinder-Pflege-Produkte aus unserem „kids“-Sortiment gefertigt werden.
Ich hatte am Anfang Bedenken, dass es für mich langweilig werden könnte oder dass ich nicht viel zu tun haben würde. Aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es sehr interessant war, an unserem zweiten Standort zu arbeiten und diesen kennen zu lernen. Es wurden mir auch viele Aufgaben übertragen, die ich selbstständig oder in Zusammenarbeit mit den Kollegen erarbeiten durfte.
Ich war zu Beginn unsicher, wie es mir ansonsten gefallen würde. Werde ich mich dort wohl fühlen? Werde ich Heimweh haben?
Anfangs war es schwer, ganz allein und so weit weg von Zuhause zu sein. Aber heute kann ich sagen, dass es eine tolle Erfahrung ist, wenn man eine Zeitlang auf sich gestellt ist. Ich hatte ein kleines Appartment zur Verfügung und musste mich selbst verpflegen. Dabei habe ich festgestellt, dass man viel selbstständiger wird, wenn man sich ganz allein um Haushalt und Einkauf kümmern muss.

Berufliche & private Eindrücke erleben

Hafen in Danzig
Am Wochenende konnte konnte ich das Land erkunden: Hier war Danzig das Ausflugsziel

Neben den polnischen Kollegen, die mich herzlich aufgenommen haben, ist Polen auch ein sehr interessantes Land. In Polen findet man sehr schöne und historische Städte. Mein Favorit war Danzig, da es direkt an der Ostsee liegt und die Altstadt wunderschön ist. Somit waren die Wochenenden auch mit neuen Eindrücken und Erlebnissen gefüllt und es wurde nie langweilig.

Im Großen und Ganzen war es eine ideale Gelegenheit, eigenständiger zu werden und seine Sprachkenntnisse zu erweitern. Man kann eigentlich nur gewinnen: an Erfahrung, Selbstständigkeit und Sprachkompetenz.
Ich kann verstehen, dass man vorher ängstlich an so eine aufwendige Zusatzqualifikation heran geht. Aber dadurch, dass ich meine Erfahrungen nun mit euch teile, hoffe ich, dass ich noch mehr Schüler motivieren kann, diese Herausforderung anzunehmen.

keep on trying!

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