männerdomäne – na und?

Beim keeeper-Ausbildungstag habe ich die Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin zum ersten Mal kennengelernt. Ich komme aus Rahden, hier ganz in der Nähe, und wollte ungern wegziehen. Nach dem Realschulabschluss habe ich dann zuerst ein Praktikum bei keeeper, das ja damals noch OKT hieß, gemacht und schließlich danach meine Ausbildung begonnen. Dass ich in einer Männerdomäne arbeite, weiß ich zwar, aber das ist mir eigentlich egal. Ich war schon in der Schule eher in den Fächern gut, in denen sonst eher Jungs glänzen.

Hauptsächlich fertigen wir in meiner Abteilung Werkzeuge und Ersatzteile für die Spritzgussmaschinen, an denen die keeeper-Produkte entstehen. Das tolle ist die gute Anleitung, ich kann immer jeden meiner Kollegen ansprechen, wenn ich Fragen habe oder Hilfe brauche. Wenn etwas noch nicht so gut klappt, wird man nicht allein gelassen, sondern bekommt eine Übungsaufgabe, bis es sitzt. Wir haben hier einen total lockeren Umgang miteinander, offen und freundlich. Und es ist ganz toll, am Ende das Ergebnis seiner Arbeit zu sehen – das hat man ja nicht überall und das macht mich oft wirklich stolz.

Ich mag die Region hier sehr, bin gerne aktiv und treibe in meiner Freizeit viel Sport: als Rettungsschwimmerin bei der DLRG Rahden und als Trainerin für die Kids. In der Wettkampfsaison, wenn es etwa um die Landesmeisterschaften geht, trainieren wir bis zu sechsmal die Woche. Es ist einfach schön hier, vor allem wenn das Wetter gut ist und man am Wochenende Fahrradfahren und am See Picknicken kann. Ich will hier nicht weg!